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Das muss man unbedingt wissen, bevor man diesen Markt in Angriff nimmt. Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus, sondern erkundigen Sie sich zuerst nach dem Befinden Ihres Geschäftspartners. Pflegen Sie die Kontakte auch dann, wenn Sie nicht mehr im Lande sind, z.B. wenn es um die Erstellung des Investitionsplans geht. Am besten per Telefon. Es dauert seine Zeit, aber dieser „Einsatz“ ist unerlässlich, wollen Sie in Südamerika erfolgreich sein.

Es liegt auf der Hand, dass Sie von vornherein den richtigen Ansprechpartner wählen und den deutschen Gesprächspartner möglichst nicht auswechseln. Dann steht erfolgreichen Verhandlungen nichts im Wege. Auch ist nicht überall Jugend so gefragt wie bei uns; ältere Menschen vermitteln mehr Kompetenz, haben größere Erfahrung und werden respektiert.

Gehen Sie auf Ihre Partner zu – im wahrsten Sinn des Wortes. Für einen Südamerikaner gelten andere Regeln, was die Distanz betrifft. Die Distanz, bei der man sich wohlfühlt, ist hier viel geringer als bei uns.

Das muss man wissen. Niemand will Ihnen zu nahe kommen, wenn er Ihnen körperlich näher kommt als Sie das in Deutschland gewöhnt sind. Es ist ganz natürlich, dass in einer solchen Situation in uns ein Gefühl des Unbehagens entsteht und wir automatisch – oftmals ohne es überhaupt zu merken – zurückweichen. Ein Südamerikaner registriert dies wiederum als ein Zeichen von Ablehnung. Wenn Sie das wissen, können Sie besser mit solchen Situation umgehen, ohne sich selbst zu verbiegen und ohne Ihr Gegenüber vor den Kopf zu stoßen. [...]